Nicolai Petrat
 

Musikpädagogik: »Ziele und Trends musikalischer Förderung«

montags: 12.15 – 13.00 Uhr, Raum O1 01

 Inhalt

Pädagogisches Denken ist immer an zeitbedingte Umstände gebunden, orientiert sich an gesellschaftlichen Entwicklungen und Bedingungen, hat mit Ideologien zu tun. Heute ist es vor allem die Prämisse des sog. „schülerorientierten Unterrichts“, an die wir längst gewöhnt sind. Der Schüler soll nicht nur individuell gefördert werden und sein gesamtes Begabungspotenzial entfalten können, sondern auch möglichst früh an Musik herangeführt werden. Vor diesem Hintergrund hat auch die Elementare Musikpädagogik (EMP) inzwischen einen hohen Stellenwert im heutigen instrumental- u. gesangspädagogischen Denken erhalten. Von ihr gehen inzwischen grundlegende Impulse einer umfassend angelegten Instrumental- u. Gesangspädagogik aus.

Ziel dieser Veranstaltung ist es zunächst, musikpädagogische Prämissen aus dem historischen Kontext heraus nachzuvollziehen, also Wurzeln der Entwicklung kennen zu lernen, aus denen heutige pädagogische Prämissen entstanden sind. Dazu gehören sowohl die Analyse pädagogischer Intentionen z.B. von J.S. Bach, C. Czerny oder R. Schumann als auch Hintergründe zur sog. „Reformpädagogik“. Diese sollen u.a. anhand von Texten aus zeitgenössischen Quellen erschlossen werden.

Folgende Leitfragen stehen im Mittelpunkt:

•       Welche Ziele verfolgt die heutige Musikpädagogik?

•       Welche Aufgaben haben Musikschulen?  

•       Was ist „Elementare Musikpädagogik“?  

•       Welche musikalischen Grundkompetenzen sollen bei Schülern gefördert werden?  

•       Wann ist ein Unterrichtswerk „pädagogisch wertvoll“?  

•       Was ist ein „zeitgemäßer“ Instrumental/Gesangsunterricht?